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Postergirl? Jeanne d’Arc? Einfach Catherine!

Porträt aus Sporthilfe Magazin 1/26
Text: Iso Niedermann | Fotografie: Robert Eikelpoth

Sie ist die beste Rollstuhlsportlerin der Welt.
Und schafft mit ihren Leistungen neue Akzeptanz für den Parasport. Doch noch immer ist diese nicht so, wie es Catherine Debrunner für angemessen hielte. In den Niederlanden erlebt sie, wie es sein könnte.

Catherine Debrunner, 31
Geboren: 11. April 1995
Sportart: Rollstuhlsport
Wichtigste Erfolge:
Paralympics: 6-mal Gold (Paris 2024: 400 m, 800 m, 1500 m, 5000 m, Marathon. Tokio 2020: 400 m), 1-mal Silber, 1-mal Bronze
Weltmeisterschaft: 10-mal Gold, 3-mal Silber
Weltrekorde: 100 m, 200 m, 400 m, 800 m, 1500 m, 5000 m, 10 km, 21 km (Halbmarathon) und Marathon
Awards: Laureus Para-Weltsportlerin 2023

Topmaterial, Topspeed: Catherine Debrunner beim Bahntraining in Arnhem (NL). Der Rennrollstuhl aus Carbon ist eine Massanfertigung und kostet so viel wie ein Kleinwagen.
Gym with a view: Vom Kraftraum aus überblickt Catherine die Bahn von Papendal. Zum Fahr- und Krafttraining kommen Pilates-Einheiten, Physiotherapie, Massage oder Mentaltraining. Insgesamt rund 35 Stunden Wochenarbeit für den Sport.

Noch ist es frisch in Arnhem in der niederländischen Provinz Gelderland, die Märzsonne kämpft. Das raue Ruhrgebiet liegt deutlich näher als die Ijsselmeer-Seenplatte mit ihrem mässigenden Klimaeinfluss. Catherine Debrunner schreckt das nicht. Im Sportcentrum Valkenhuizen trainiert die Thurgauer Parasportlerin unverdrossen gegen die tiefen Temperaturen an. An der Seite von Kolleginnen und Kollegen aus Finnland, der Türkei und anderen Nationen dreht sie im Rollstuhl ihre Runden. Mit ihrem Trainer und den einheimischen Sportlerinnen und Sportlern spricht sie Niederländisch. Fliessend, unbefangen. Als wäre sie schon immer hier gewesen.

Für ihre sportlichen Träume hat Catherine Debrunner geografische Grenzen überschritten. Jene des vorstellbaren Leistungsspektrums im Parasport hat sie längst verschoben. Und zwar gewaltig. Mit ihren 31 Jahren hält die Frau alle Weltrekorde in der Rollstuhl-Leichtathletik: 100 m, 200 m, 400 m, 800 m, 1500 m, 5000 m, 10 km, Halbmarathon- und Marathonstrecke. WM-Titel und Paralympics-Goldmedaillen sind kaum noch zu zählen. Als explizite Allrounderin fährt sie im Rollstuhl den Spezialistinnen in sämtlichen Disziplinen einfach davon. Und gewinnt inzwischen als Quereinsteigerin auch Marathons überlegen. Ein Armutszeugnis für die Konkurrenz? Catherine verneint: «Ich glaube, es spricht mehr für meinen unbedingten Willen als gegen die Konkurrenz.»

Eine wissenschaftlich getaktete Trainingsmaschine? Die Erklärung greift zu kurz. Ihre eigene Deutung geht über die fast unheimliche Stärke im Kopf hinaus: «Mein Körperbau ist ideal für unseren Sport. Ein Geschenk, obwohl es nicht nur cool ist. Als Frau hätte ich gern weniger breite Schultern, und auch meine dünnen Beine entsprechen nicht gängigen Schönheitsidealen.»

Meine Überlegenheit spricht mehr für meinen unbedingten Willen als gegen die Konkurrenz

Catherine Debrunner

Doch damit ist das Geheimnis hinter ihrer Dominanz nicht wirklich gelüftet. Da müsste es doch noch ein «hidden secret» geben, denkt man. Indes – es gibt kein spektakuläres Erklärstück aus ihrer Vergangenheit. Als Catherine 1995 mit einem Tumor im Rücken geboren wird, einem sogenannten Steissbeinteratom, hat sie ein Leben im Rollstuhl vor sich. Es ist die «normale» Geschichte eines Lebens mit körperlicher Beeinträchtigung. Im kleinen Ort Mettendorf im Thurgau wächst sie mit ihren Eltern und einer drei Jahre älteren Schwester wohlbehütet auf. Inklusion ist im Dorf und in ihrer Familie nicht bloss Wunschdenken. «Meine Eltern wollten mir ein möglichst normales Leben ermöglichen. Ich war überall dabei, wo es machbar war, sonst hat man nach kreativen Lösungen gesucht.» Catherine soll die Regelklasse besuchen. Kindergarten und Schulhaus werden rollstuhlgängig gemacht. Bald wächst in ihr der Wunsch, einst selbst Lehrerin zu werden. «Nicht, um jemandem etwas zu beweisen, sondern einfach, weil es für mich eine Berufung war.»

Das, was aus ihrer Kindheit nachwirkt, ist durchaus positiv. Etwa das Verhältnis zu ihrer Schwester Michelle. «Es ist innig. Das ist mir wichtig. Sie musste als Kind zurückstecken, erhielt wegen meiner Beeinträchtigung manchmal weniger Aufmerksamkeit als ich. Das macht mir oft ein schlechtes Gewissen. Für Eltern in Familienkonstellationen wie unserer ist es kaum möglich, allen Kindern die gleiche Zuwendung zu schenken.» Gerade deshalb findet sie, ihre Eltern hätten es «bestmöglich gemacht». Dass sie heute das Gotti von Michelles Sohn sein darf, empfindet sie als «riesige Ehre».

Mit acht Jahren entdeckt Catherine im Paraplegiker-Zentrum Nottwil (SPZ) den Rollstuhlsport, mit 13 nimmt der sportbegeisterte Teenager mit finanzieller Unterstützung des SPZ an einem Rollstuhl-Wettkampf in den USA teil und macht erstmals international von sich reden. Die Erfolgsstory Debrunner ist lanciert und beschleunigt sich bis heute stetig. Nur einmal nimmt sie vorübergehend Tempo aus ihrer Karriere, als sie sich mit etwa 18 Jahren von zu Hause abnabelt und ihre Lehrerinnenausbildung durchzieht.

Und so sind wir zurück beim Versuch, das Mysterium ihrer Dominanz zu ergründen. Dabei kristallisieren sich durchaus Meilensteine heraus. Etwa Catherines Wechsel ins Ausland. Nachdem sie vom hochmodernen Trainingszentrum im niederländischen Papendal-Arnhem hört, wo Parasportler*innen wie gehende Athlet*innen Seite an Seite gefördert werden, wächst ihr Interesse. Ermutigt von einer holländischen Kollegin, wagt sie 2020 die Erfahrung Papendal. «Nottwil bietet perfekte Voraussetzungen für den Sport. Aber ich spürte, dass ich neue Inputs brauche. Ich musste raus aus der Komfortzone und etwas Unbekanntes wagen, wollte ich noch besser werden.» Dass Regelsportler*innen und Parasportler*innen ganz selbstverständlich die gleiche Infrastruktur nutzen, kannte sie so in der Schweiz höchstens aus der Sport-RS.

Echte Inklusion: In Arnhem trainieren Parasportler*innen ganz selbstverständlich zusammen mit gehenden Athlet*innen.
Materialkniffe wie etwa die fellbeklebten Handschuhe hat Catherine längst professionell verinnerlicht.

In der Hochleistungsgruppe um den charismatischen Coach Arno Mul trainiert sie in Papendal mit einem halben Dutzend weiterer Cracks der Parasport-Topliga. Und wird immer professioneller. «In dieser Bubble», sagt sie, «mache ich die grössten Fortschritte, auch wenn ich mit der Ferne von zu Hause Opfer im Privatleben bringen muss.» Catherine verinnerlicht all die Details, die den Rollstuhlsport zur hochkomplexen Angelegenheit machen. Sie perfektioniert ihr Material, lernt spezielle Fahrtechniken auf allen Unterlagen und Strecken. Dass Trainer Mul sie auch schon mal als «Weichei» bezeichnet, weil sie oft in der zweiten Kurve im 400er, ihrem «Sissi Bend», mit übersäuerten Armen Mühe bekundet, kann sie einordnen. Hart sei Mul, sagt sie, aber mit grossem Herzen für seine Athlet*innen. «Wie früher meine Drittklasslehrerin.» Genau das, was sie brauche.

Die Fortschritte unter Mul führen dazu, dass sie bald nach neuen Challenges sucht und sich schliesslich trotz Vorbehalten auch auf die Marathonstrecke wagt. Die Spartenerweiterung auf die 42-Kilometer-Distanz bringt neue Herausforderungen mit sich: Abfahrten, wechselnde Untergründe, happige Aufstiege, Kurven in Höchsttempos. Sie nimmt sie an, auch wenn es bisweilen Mut erfordert: «Auf der Bahn sind wir kurz mal mit 34 km/h unterwegs. Bei Marathonabfahrten könnens aber gut 65 km/h werden, bei den Männern sogar bis zu 80 km/h. Da muss man genau wissen, wo und wie man bremsen darf.» In Arnhem steht den Rollstuhlathlet*innen eine Bahn mit harter Unterlage für hohe Tempos zur Verfügung. Und Mul entdeckt eine Trainingsstrecke, deren Profil in etwa den Brückenrampen beim New York Marathon entspricht. Auch wie man Speedbumps oder Schachtdeckeln unbeschadet ausweicht, übt sie. Der Teufel liegt im Detail, heisst es. Der Erfolg auch.

Was insbesondere für das Materialherzstück des Rollstuhlsports gilt. Debrunner stehen zwei Rennstühle zur Verfügung, die die Firma Honda in Japan eigens für sie nach Mass anfertigt. Ein Carbon-Rennrollstuhl wiegt knapp neun Kilo. Für seinen Gegenwert wäre ein Kleinwagen erhältlich. Hightech, den sich nur ein kleiner Teil des Feldes leisten kann. Ungerecht? «Ich bin mir eines gewissen Vorteils bewusst. Aber ich glaube, ich habe mir diesen erarbeitet.» Und Chancengleichheit durch Reglemente? «Schwierig!», sagt sie.

Diese Offenheit könnte egoistisch tönen, tut es aber nicht bei Catherine. Nur sehr leistungsbewusst. Diese Klarheit in der Sicht der Dinge hat Debrunner auch in Bezug auf das Leben als Mensch mit Beeinträchtigung im Allgemeinen und als Sportlerin im Besonderen in der Schweiz. «Vergleiche ich den Alltag zu Hause mit jenem in meiner holländischen Wahlheimat, stelle ich einige Unterschiede fest. Die Barrierefreiheit in der Schweiz lässt zu wünschen übrig, etwa im öffentlichen Verkehr oder bei Toiletten und dergleichen.»

Noch konkreter wird sie in Bezug auf die Rollenverteilung zwischen olympischem und paralympischem Sport bei uns. «In den letzten 20 Jahren ist viel gegangen in Sachen Chancengleichheit, Visibilität und Anerkennung des Rollstuhlsports. Doch von einer kompletten Inklusion sind wir noch ziemlich weit entfernt. Ich bin eine grosse Befürworterin der Idee, Swiss Olympic und Swiss Paralympic zu vereinen. Weshalb soll das bei uns so viel schwieriger sein als in den Niederlanden?»

Jeanne d’Arc aus dem Thurgau im Kampf für Inklusion des Parasports ins generelle Schweizer Sportleben? «So sehe ich mich nicht, ich bin auf keiner Mission. Für die Rechte anderer zu streiten, ist nicht mein Anspruch. Ich möchte einfach Menschen ermutigen, ihrer Passion nachzugehen, egal, ob beeinträchtigt oder nicht.»

Catherine auf Trainingsfahrt mit Headcoach Arno Mul. Zum siebenköpfigen Coreteam kommen nach Bedarf Sportärzte oder Physiotherapeutinnen des Trainingszentrums.
Ihr Wohnort ist Geuensee LU, doch Arnhem (NL) ist längst Catherines zweite Heimat. Fast das halbe Jahr verbringt sie hier. Ihre Airbnb-Wohnung im Ort hat sie fix gemietet.

Die Stilisierung zur Vorkämpferin behagt Catherine Debrunner ebenso wenig wie jene zum «Postergirl des Parasports», wie sie in den Medien auch schon betitelt worden ist. «Ich bin kein Popstar, nur weil ich öfters im Fernsehen bin.» Sie ist sich sehr bewusst, wie unglamourös ihr Leben im Rollstuhl trotz allen Erfolgen mitunter ist. Etwa bei Reisen zu den Wettkämpfen. Nicht nur, weil sie eine Unmenge Material dabeihat und meistens alleine reist. Da habe sie schon so «ihre kleinen Tricks an den Flughäfen». Etwa das Nutzen von Gepäckträgerservices, von denen viele gar nicht wüssten. «Früher musste ich oft meine Eltern dafür einspannen. Nun kann ich es mir leisten, das zu delegieren.» Grösseres Erschwernis auf langen Reisen ist zudem der Besuch des WCs im Flugzeug. «Viele Rollstuhlnutzende haben Blasenprobleme und müssen katheterisieren. Das machts kompliziert, also geht man eben mal weniger aufs WC, riskiert damit aber Infekte und Blasenentzündungen. Die Blase ist auch meine Schwachstelle, ich muss da vorsichtig sein.»

Und klar: Dieses Leben als Profi-Rollstuhlsportlerin hat seinen Preis. Zum einen jenen des Willens. Zehn Trainingseinheiten absolviert Debrunner pro Woche, wovon zweimal Krafttraining. Die restlichen auf der Bahn, der Strasse oder der Rolle. Im Winter kommt die Handkurbel dazu. Inklusive der regenerativen Massnahmen kommen so gegen 35 Wochenstunden zusammen, die sie für den Sport arbeitet. Zu Hilfe kommt ihr dabei ein Coreteam aus sieben engen sportlichen Bezugspersonen: Headcoach, Krafttrainer, Manager, je ein Mechaniker in der Schweiz und in Holland, Mentaltrainerin und Ernährungsberaterin.

Der andere Teil des Preises für den Erfolg sind die Kosten ihres Sportprofilebens. «Ich finanziere sie aus Erfolgsprämien, Unterstützungsgeldern vom Verband und der Schweizer Paraplegiker-Stiftung sowie der Schweizer Sporthilfe. Und natürlich aus den Beiträgen meiner langjährigen Sponsoren und Partner.» Am Anfang habe sie eigenhändig Hunderte von Anfragen an potenzielle Unterstützer verschickt. «Die Sponsoren klopften nicht bei mir an, sondern umgekehrt. Selbst meine Wahl zur Laureus Welt-Parasportlerin hat daran kaum etwas verändert.» Umso wichtiger waren die frühen Beiträge, die ihr die Sporthilfe bezahlt hat. «Üblicherweise kommen die Einnahmen ja erst, wenn man dank Erfolgen schon einen gewissen Status hat. Die Sporthilfe setzt genau hier an und unterstützt dich dann, wenn es ausser der Familie sonst noch keiner tut.» Man könne aber auch mal die positive Entwicklung im monetären Bereich sehen: «Beim London Marathon etwa erhalten Parasportler*innen heute die gleichen Erfolgsprämien wie Gehende.»

Allerdings haben Parasportler*innen auch bei der Sponsorenaquise Grenzen zu überwinden. Lassen in der olympischen Leichtathletik unter dem Motto «Sex sells» perfekte Körper die Dollars rollen, kämpft der Parasport mitunter noch immer mit dem Ruch des Imperfekten. «Das ‹ideale Körperimage› spielt in unserer Gesellschaft, insbesondere auch in den sozialen Medien, eine grosse Rolle. Sporttreibende im Rollstuhl oder mit einer anderen Beeinträchtigung weichen ungewollt von diesem Ideal ab. Ich habe jahrelang vergeblich einen Kleidersponsor gesucht. Mir wurde einmal sogar sehr deutlich gesagt, ich müsse laufen können, sonst sei ein Sponsoringvertrag mit der gewünschten Marke nicht möglich.» Seit 2022 hat sie nun einen persönlichen Sponsor aus der Sportbekleidungsindustrie, dem sie dankbar attestiert, sie nicht einfach aus Political Correctness und Imagedenken in sein Portfolio aufgenommen zu haben, sondern wirklich aufgrund ihrer sportlichen Performance. «Einen Pullover, eine Hose oder Jacke kann ich doch genauso gut präsentieren wie eine gehende Sportlerin.» 2024 erfüllte sich sogar ein Traum für Debrunner, als sie Teil einer weltweiten Kleiderkampagne ihres Sponsors wurde. «Und wieso tragen die Teilnehmenden an der Leichtathletik-WM nicht die gleichen Kleider wie die Parasportler? Bei den Holländern trägt auch das zur Inklusion bei.» Selbstverständlich ist für Catherine zudem, auch ihre weibliche Seite ausleben zu dürfen. «Ich gehe gern geschminkt in den Wettkampf, wenn auch nicht übertrieben stark. Ich bin Sportlerin, aber ich bin auch eine Frau, die sich gepflegt zeigen will.»

Der Weg bis zur völligen Chancengleichheit und Akzeptanz des Parasports ist längst nicht abgeschlossen. Noch sind Sprüche keine Ausnahme wie etwa, es gebe ja bei Grosswettkämpfen bald für jede Parasportlerin eine eigene Kategorie. Für Catherine braucht es Menschen, die den Sport den Menschen ohne Beeinträchtigung erklären und sie damit vertraut machen können. «Das Interesse ist auf jeden Fall da», ist sie überzeugt. «Auch wir sind Sportlerinnen und Sportler, einfach mit dem Unterschied, dass wir nicht gehen können, blind sind, nur ein Bein haben oder was auch immer. Aber Emotionen, Passion, Wille und Hingabe sind identisch. Ich möchte weder bemitleidet noch als ‹Superhero› dargestellt, sondern einfach für meine sportlichen Leistungen anerkannt werden.»

Und so gibt es um die weltbeste Paraleichtathletin Catherine Debrunner, die weder Jeanne d’Arc noch Postergirl sein will, wohl tatsächlich keinen sportlichen Zauber zu lüften. Ausser jenen der puren Hingabe zu ihrem Tun. Was ihr auch wichtig ist: «Ich will mich nicht nur über den Sport definieren. Ich bin als Mensch einzigartig und kein bisschen weniger wert, wenn die Erfolge mal ausbleiben.» Gedanken darüber, was ihr Leben «danach» einst prägen soll, macht sich Catherine sehr wohl. «Die Wahrscheinlichkeit, dass ich irgendwann wieder in einer Schulstube vor Kindern sitze, ist gross. Da spüre ich noch immer eine Berufung. Das gibt mir Sicherheit. Ich fände es beängstigend, am Karriereende vor der Frage zu stehen, wer und was bin ich eigentlich? Was will ich von meinem weiteren Leben?» Manche Fragen beantworten sich von selbst, noch bevor man sie stellt.

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